Die Entscheidung für ein Backup-Medium habe ich schon getroffen.

Die Software fehlt

Jetzt müssen die Daten nur noch übertragen werden. Auf der UbuntuUser Seite gibt es eine Liste von Tools die ich als Ausgangspunkt verwendete.

Ausgewählt habe ich zwei Tools „sbackup“ und „rsync“. SBackup möchte ich verwenden, um eine Sicherung der System- und Benutzerdaten zu erstellen. Rsync soll Daten unkomprimiert zwischen zwei Datenbeständen abgleichen. Notwendig ist das für Bilder, auf die ich von mehreren Computern aus zugreifen möchte.

Getestet habe ich noch keines der Toools. SBackup ist schon installiert, hat jedoch beim Ausführen einer sofortigen Sicherung keine Reaktionen gezeigt. Nach einem Neustart und etwas warten, wurden jedoch Daten auf das NAS übertragen.

Bin gespannt wie sich das noch entwickelt.

Carpe diem.

Endlich habe ich mir ein Gerät ausgesucht, dass meinen Anforderungen entsprechen könnte. Meine Anforderungen sind, von mehreren PC/Notebooks im Heimnetzwerk gleichzeitig auf meine Daten zugreifen zu können. Das Ergebnis ist die Buffalo Link Station Duo.

Überlegungen

In den Überlegungen ging es zuerst um die grundsätzliche Entscheidung von selber gebauten Fileserver (FS) oder einem fertigen Produkt. Wobei die theoretische Featureübermacht natürlich auf der Seite eines FS liegt, da dieser alle Funktionen eines vollwertigen PC bieten würde. Einen FS selber zu bauen und zu konfigurieren hat leider einen Haken.

Das Problem liegt nicht am Bau, sondern die Software muss auf diese Anforderungen angepasst werden. Die Lösung soll ja nicht nur für den Erbauer verwendbar sein, sondern der Hauptanwender ist wahrscheinlich meine Frau und die möchte von technischen Problemen und Protokollen nichts wissen.

Erforderliche Software

Bei der anzupassenden Software rechne ich mit folgenden Punkten:

  • Raid. Wenn ein Raid nicht optimal Konfiguriert ist, bin ich nicht von einer Datensicherheit überzeugt. Man kann das natürlich testen, aber wer hat schon die Zeit?
  • Remotedesktop. Ist leicht zu lösen, da fast alle Betriebssysteme diese Funktion haben. Bei richtigen Problemen, wie PC startet nicht bis in die grafische Oberfläche, muss man trotzdem mit einem Bildschirm und Tastatur direkt zum Gerät.
  • Netzwerkprotokolle. Sind für mich am schwierigsten, da ich diese noch nie für einen Dauerbetrieb einrichten musste. Ich meine damit speziell telnet oder ssh, ftp und smb.
  • Streaming, Wake on LAN und Wake on Power sind für mich ebenfalls Unbekannte.

Um das alles zu lernen würde ich einiges an Zeit benötigen und die Wahrscheinlichkeit von Fehlerquellen ist ziemlich groß.

NAS Network Attached Storage

Bei einem NAS ist das einfacher, alle Protokolle sind installiert und eine einfache Verwaltung existiert. Fehler bei der Software sind ebenfalls seltener zu erwarten.

NAS Buffalo

Hat für mich durch den Preis, den einfachen physischen Zugriff auf die Festplatten, die angebotenen Protokolle, Streaming, ITunes-Server, die Möglichkeit von Plugins, Printserver, den niedrigen Stromverbrauch und einem automatischen Start, sobald Strom zur Verfügung steht, das Rennen gemacht.

Jetzt heißt es nur noch abwarten bis die LinkStation bei mir ankommt.

Das Thema ist ist bei  mir gerade, durch die Geburt meiner zweiten Tochter, in den Vordergrund gerückt. Durch die Ankunft eines neuen Familienmitgliedes geht auch der Wunsch einher, Erinnerungen über diese ganz besondere Zeit zu behalten. In den meisten Fällen erstellt man Fotos oder Filme.

Genauso ist es jetzt bei mir, seit der Geburt wurden schon einige hundert Bilder gemacht und diese müssen jetzt so gespeichert werden, dass sie auch in ein paar Jahren noch leicht zugänglich sind.

Als meine erste Tochter vor ein paar Jahren auf die Welt kam, hatte ich noch eine 4MP Kamera und diese Bilder hatten leicht auf eine CD-ROM platz. Die aktuelle Kamera mit ihren 13MP stellt da ganz andere Anforderungen. Hier wird ein GB nach dem anderen befüllt und CD/DVD-ROM sind dafür nicht praktisch genug, um als Medium bestehen zu können.

Verteilung

Auch gibt es nicht mehr nur ein Gerät auf dem die Bilder bearbeite und betrachtet werden. Dadurch müssen die Bilder auch noch auf die verschiedenen Geräte verteilt werden. Da auch die Benutzung durch unterschiedliche Personen erfolgt, müssen fast immer alle Bilder auf alle Geräte kopiert werden.

Aus diesem Gründen beschäftige ich mich derzeit mit Sicherungen und wie die Daten von mehreren Endgeräten erreicht werden können.

Heimnetzwerk

Meine derzeitige Idee ist ein Heimnetzwerk mit einem File-Server zu erstellen, jedoch sollten sich die Kosten und der Aufwand dafür in Grenzen halten.

Bin schon gespannt was ich dazu finde.

Wer erinnert sich eigentlich noch an die Zip-Disketten, Disketten oder Minidiscs die lange die einzigen Medien waren, auf die Dateien kopiert werden konnten. Meine ersten Datenträger waren Disketten und deren Lebensdauer konnte man wirklich nicht ernst nehmen. Zum Glück hat sich schon einiges getan und man kann schon von einer Geschichte der Speichermedien sprechen.

Optische Datenträger (CD-ROM)

Ein beliebter Weg war/ist, Daten auf optische Datenträger zu verewigen, da die Haltbarkeit als relativ hoch eingestuft wird. Auch war der Preis relativ niedrig, im Verhältnis zu Festplatten ist er jedoch hoch.

Leider haben Datenträger, egal um welchen es sich handelt, einige Nachteile

  • Sie müssen, wenn man sie braucht, vorhanden sein.
  • Ein Lese/Schreibgerät ist Pflicht.
  • Ein Datenträger kann einem nicht mitteilen, ob er defekt ist. Das merkt man leider erst beim ersten Leseversuch.
  • Ist die Datenmenge ungünstig und muss für eine relativ kleine Datenmenge ein neuer Datenträger angefangen werden.

Der letzte Punkt ist zwar nicht unbedingt zwingend, führt aber eher dazu, mit einer Sicherung zu warten bis „es sich auszahlt“.

Lesegeräte

Die Lesegeräte haben ebenfalls schon einige Formate durch gemacht und es ist fraglich ob die ersten selbst erstellten CD’s in einem optischen Lesegerät der Zukunft noch verwendbar sein werden.

Zu unser aller Glück gibt es externe Laufwerke die nicht mehr direkt ins Gehäuse eingebaut werden müssen, dadurch können zumindest einige Hürden noch überwunden werden.

USB und externe Laufwerke

Optische Datenträger würden bei mir, mit der Datenflut durch digitale Bilder und HD-Videos, schon lange nicht mehr ausreichen. Deshalb verwende ich Wechselfestplatten, um meine Daten zu sichern. Festplatten haben genügend Kapazität um mit den aktuellen Datenmengen fertig zu werden. Der Preis und die Übertragungsgeschwindigkeit sind ebenfalls passend.

Nachteile gibt es trotzdem genug:

  • Die Daten müssen auf dem original Datenträger belassen werden, da man sonst keine Redundanz bei den gesicherten Daten hat.
  • Hat man mehrere Geräte, muss die Festplatte ständig umgesteckt werden.
  • Eine Sicherung wird nicht automatisch gemacht.

Beste Lösung für mehrere Geräte ist sicher ein NAS-Gerät, wobei hier ein Netzwerk die Voraussetzung für ein reibungsloses funktionieren ist. In einem derartigen Netzwerk können dann mehreren Geräten gleichzeitig auf die Daten zugreifen. Hat ein NAS auch mehrere Laufwerke können Daten auch alleinig dort abgespeichert werden.

Da in den meisten Fällen das Netzwerk(Internet-Router) immer verfügbar ist, können auch fixe Sicherungen eingeplant werden.

Backups sind eine Aufgabe die jeden der einen PC besitzt betreffen. Persönlich kenne ich aber fast keinen der sich auch darum kümmert oder einen fixen Sicherungsplan hat. Selber zähle ich mich auch nicht zu denen die sich dieser Aufgabe gerne und in regelmäßigen Abständen stellen.

Sicherungen sind wichtig

Dabei zählt aber das Sichern von digitalen Informationen zu einen der wichtigsten Punkte über die man sich Gedanken machen sollte.

Fast jeder hat Bilder von Augenblicken, Personen oder Orten die einen wichtig sind. Dazu kommen noch Medien, Rechnungen, Verträge und E-Mails die ebenfalls nach einem Festplattenfehler wieder verfügar sein sollen.

Warum ist es so schwierig

Trotzdem ist das Sichern etwas das nur sehr selten gemacht wird. Aus meiner Sicht hat das einen einfachen Grund. Es ist Arbeit, es dauert sehr lange, es kann durch Speichermedien Kosten verursachen und man bracht vielleicht auch noch Platz für die Aufbewahrung.

Selbst nach getaner Arbeit ist es nie sicher, ob die gesicherten Daten im Ernstfall wieder herstellbar sind.

Alles in allem ein unbefriedigender Zustand.

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